was Petersilie von der Seele weiß

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Alexandru Bulucz, Foto © gezett

Lesung und Gespräch mit Alexandru Bulucz. Moderation Michael Ostheimer

Der Petersilie ihr Wissen über die Seele ablauschen, mit Baumrinden über Engel sprechen, von einer „Hiobspost“ im Provisorium des Lebens überrascht werden oder daran zweifeln, dass der „Messie-Messias“ die Menschheit für alle Zeit von Schmerz und Qualen befreit. Alexandru Bulucz bringt in seinem Lyrikband was Petersilie über die Seele weiß ungewöhnliche Dialogpartner miteinander ins Gespräch. Gerne vor dem Hintergrund der christlichen Mythologie und mit spielerischer Freude an klanglichen Verwandtschaftsbeziehungen.

„Der Herr Bulucz muss an die Kandare …., verlautet es aus Professorenkreisen / Er ist ein verwildertes Pferd, müsst ihr wissen, ein verwilderter Rappe.“ Trifft diese lyrische Selbstanzeige aus professoralem Mund zu? Machen Sie sich ein eigenes Bild bei der Lesung von Alexandru Bulucz aus was Petersilie über die Seele weiß und dem Gespräch des Autors mit dem Literaturwissenschaftler Michael Ostheimer.

Der junge Lyriker Alexandru Bulucz hat eine enge Beziehung zu Wolfgang Hilbigs Werk, publizierte in Literaturzeitschriften wie "Sprache im Technischen Zeitalter" darüber. was Petersilie von der Seele weiß, erschienen 2020, wird in der Kampagne "Zweiter Frühling" des Netzwerks der Literaturhäuser mehrfach vorgestellt - im "Hilbig-Jahr", in dem Michael Ostheimer auch Hilbigs Einfluss auf Buluczs poetische Schreibweise zur Sprache bringen wird.

Alexandru Bulucz, geb. 1987 in Alba Iulia (Rumänien), lebt in Berlin. Er arbeitet als Herausgeber und freier Autor. Er gab die Nummern 4 und 5 der Zeitschrift für Literaturkritik Die Wiederholung und die Frankfurter Literaturzeitschrift OTIUM mit heraus und ist gegenwärtig Redakteur des Onlinemagazins Faust-Kultur. Seine mehrfach ausgezeichnete Lyrik liegt auf Arabisch, Englisch, Rumänisch, Spanisch und Türkisch vor.

Dr. Michael Ostheimer ist Wissenschaftlicher Mitarbeit in dem DFG-Projekt "Stephan Heym: Ahasver - Pilotprojekt zu einer digitalen historisch-kritischen Edition" an der Professur NDVL der TU Chemnitz. Von 2013 bis 2016 bekleidete er eine eigene Stelle im Projekt "Chronotopografie der DDR-Literatur" im Rahmen des Schwerpunktprogrammes "Ästhetische Eigenzeiten. Zeit und Darstellung in der polychronen Moderne." Er lebt in Berlin.

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Netzwerk der Literaturhäuser, Kampagne #zweiterfrühling

Wolfgang Hilbig im Orginalton mit seinem Text "Der Leser" am 22. Juli 2002 im Hörspielstudio 2 im Berliner Funkhaus Nalepastraße, wo im Auftrag von MDR KULTUR die Aufnahmen für das Hörbuch "Der Geruch der Bücher" in der Redaktion und Regie von Matthias Thalheim stattfanden. Dieses Gedicht gelangte damals nicht in die zeitlich limitierte Auswahl der CD. – Matthias Thalheim macht es hier erstmals der Öffentlichkeit zugänglich.
Wolfgang Hilbig liest: Der Leser
Auch die Aufnahme des Gedichtes "geste" – eingesprochen von Wolfgang Hilbig 2002 im Berliner Funkhaus Nalepastraße und bislang unveröffentlicht – wird hier zum 80. Geburtstag des Dichters von Matthias Thalheim erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Wolfgang Hilbig liest: geste