ich schreibe. Wolfgang Hilbig und die Kulturpolitik der DDR

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Foto © Margret Franzlik

Thorsten Ahrend im Gespräch mit Bernd-Lutz Lange und Karim Saab

Im Zentrum des Gesprächs steht Wolfgang Hilbigs literarische Entwicklung in Leipzig und der Zusammenstoß seiner an Romantik und Symbolismus geschulten Poetik mit der Kulturpolitik der DDR. 1966 erschienen vier Gedichte des „jungen Werktätigen“ in der vom Zentralhaus für Kulturarbeit in Leipzig herausgegeben Zeitschrift „ich schreibe“, ab 1967 besuchte er den „Zirkel den schreibender Arbeiter“ des Bezirkskulturkabinetts – mit Bernd Lutz-Lange, der auch an der Motorbootlesung auf dem Leipziger Elsterstausee teilnahm. Erst zu Beginn der achtziger Jahre konnte Hilbig bei Reclam Leipzig eigenständig veröffentlichen. Karim Saab, heute Literaturchef der Märkischen Zeitung, war Gast der im Vorfeld dieser Veröffentlichung von Reclam Leipzig organisierten Veranstaltung im Kulturhaus „Jörgen Schmidtchen“, auf der er sich eine heftige kulturpolitische Kontroverse entspann.

Eine Veranstaltung der Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft in Kooperation mit dem ZFL.
Gefördert von der S. Fischer Stiftung, dem Haus der Geschichte, Bonn (ZFL) sowie der Stadt Leipzig und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Wolfgang Hilbig im Orginalton mit seinem Text "Der Leser" am 22. Juli 2002 im Hörspielstudio 2 im Berliner Funkhaus Nalepastraße, wo im Auftrag von MDR KULTUR die Aufnahmen für das Hörbuch "Der Geruch der Bücher" in der Redaktion und Regie von Matthias Thalheim stattfanden. Dieses Gedicht gelangte damals nicht in die zeitlich limitierte Auswahl der CD. – Matthias Thalheim macht es hier erstmals der Öffentlichkeit zugänglich.
Wolfgang Hilbig liest: Der Leser
Auch die Aufnahme des Gedichtes "geste" – eingesprochen von Wolfgang Hilbig 2002 im Berliner Funkhaus Nalepastraße und bislang unveröffentlicht – wird hier zum 80. Geburtstag des Dichters von Matthias Thalheim erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Wolfgang Hilbig liest: geste